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Seelsorgegeheimnis und besonders vertrauliche Kommunikation

Zeitgemäße Seelsorge findet auch per E-Mail, Messenger-Diensten und Kontaktformularen statt. Geistliche erhalten Nachrichten zu Angelegenheiten, die höchste Vertraulichkeit erfordern.

Geistliche erhalten unter anderem Nachrichten zu:

  • häuslicher Gewalt
  • sexuellem Missbrauch
  • Suchterkrankungen
  • psychischen Krisen
  • Suizidgedanken
  • familiären Konflikten
  • Glaubenskrisen
  • Problemen von Kindern
  • Schuldgefühlen
  • Einsamkeit
  • Situationen, die besondere Vertraulichkeit erfordern

Solche Kommunikation darf nicht als gewöhnlicher, für die automatische Analyse bestimmter Datensatz behandelt werden. Bestehen gegenüber einer konkreten Person begründete Anhaltspunkte für eine Straftat, sollten die zuständigen Behörden gesetzeskonform und unter richterlicher Kontrolle handeln – dies darf jedoch nicht zu einer automatischen Analyse der gesamten Kommunikation von Kirchen und Religionsgemeinschaften führen.